Am Mittwoch, 5. März 2025, um 19 Uhr stellen Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek im Kulturforum Hanau ihr Buch „Alles auf Anfang. Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur“ vor. Darin erklären sie die bisherige deutsche Erinnerungspolitik als gescheitert und fragen, warum trotz „Nie wieder“-Versprechen rechtsextreme Gewalt, Rassismus und Antisemitismus weiter Realität sind.
Das Buch ist eng mit Ereignissen wie dem rechtsterroristischen Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau verbunden. Czollek und Haruna-Oelker plädieren für eine neue Erinnerungskultur, die solche Kontinuitäten rechter Gewalt klar benennt, die Perspektiven der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und politische Konsequenzen einfordert, statt sich mit ritualisierten Gedenkformeln zu beruhigen.
Gerade in Hanau drängen sich diese Fragen auf und die Lesung erhält eine besondere Bedeutung. Seit dem rechtsterroristischen Anschlag ringen Betroffene, Angehörige und zivilgesellschaftliche Initiativen um ein Gedenken, das Verantwortung übernimmt, Aufklärung einfordert und die Perspektiven der Betroffenen ernst nimmt. „Alles auf Anfang“ schafft einen Raum, in dem diese lokalen Erfahrungen nicht isoliert bleiben, sondern mit der bundesweiten Debatte über Erinnerung, Rassismus, Antisemitismus und gesellschaftliche Zugehörigkeit verbunden werden. So wird Hanau nicht als Ausnahme oder Randereignis verhandelt, sondern als zentraler Ort, an dem sich die Fragen und Konflikte deutscher Erinnerungskultur beispielhaft zeigen.
Wir wollen weiterhin erinnern und verändern und laden herzlich zu diesem Veranstaltungsformat ein.
Ort: Kulturforum Hanau
Datum: 05.03.2025
Beginn: 19:00 Uhr
Buch: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek: „Alles auf Anfang. Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur“ (S. Fischer Verlag)
*Bildnachweis: © Katarina Ivanisevic / S. Fischer Verlag – honorarfrei zum einmaligen Gebrauch für Presse- und Werbezwecke im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung.